Mensch MikrobeStart - Mensch Mikrobe

Die Ausstellung „MenschMikrobe” zur modernen Infektionsmedizin wurde von 2010 bis 2014 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Robert Koch-Instituts durchgeführt.

Seit es den Menschen gibt, trägt er Bakterien und Viren, Pilze und Parasiten mit sich, auf seiner Haut, im Mund, im Darm. Die allermeisten Mikroben sind für den Menschen harmlos. Viele sind sogar nützlich. Nur die wenigsten machen krank und haben Seuchen wie Pest, Cholera, Malaria, AIDS und SARS ausgelöst.

Die Ausstellung bietet Einblicke in den aktuellen Stand des Wissens über Krankheitserreger – und verdeutlicht zugleich die historische und soziale Dimension von Epidemien. Sie richtet sich auch an Laien und ist für Kinder ab dem Grundschulalter geeignet.

Robert Koch hat mit seinen Entdeckungen nicht nur die Medizin, sondern auch unsere Vorstellungen von Gesundheit und Krankheit bis heute entscheidend geprägt.

Von der Entdeckung der Mikroben zur modernen Medizin: Die Wanderausstellung „MenschMikrobe“ wurde im Jahr 2010, anlässlich des hundertsten Todestages von Robert Koch, ins Leben gerufen. Durch die Entdeckung des Tuberkulosebazillus gelangte Koch zu Weltruhm. 1905 erhielt er den Nobelpreis für Medizin.

Zahlen & Fakten

Themengebiete

Was sind Mikroben? Wie entstehen Infektionen? Wie lassen sich Seuchen kontrollieren?

Robert Koch und seine Zeit

Im 19. Jahrhundert werden erstmals die Erreger von Infektionskrankheiten dingfest gemacht. Koch selbst entdeckt mit 39 Jahren den Tuberkulosebazillus – und verhilft der Bakteriologie zum Durchbruch.

Der Mensch und seine Mikroben

Der menschliche Körper beherbergt hundert Billionen Mikroben. Die allermeisten von ihnen sind harmlos – viele sogar nützlich.

Die Seuche Kommt

Epidemien wie Grippe oder SARS können sich rasant verbreiten. Voraussetzung ist oft das Auftauchen eines neuartigen Erregers – und das Zusammenleben vieler Menschen auf begrenztem Raum.

Bedrohung aus dem Wasser

Wasser ist Lebensraum zahlreicher Mikroben und seit jeher eine mögliche Infektionsquelle. Ohne effektive Sanitärsysteme gibt es keine Seuchenkontrolle.

Typische Infektionen

Malaria und andere Parasitenerkrankungen sind in vielen tropischen Ländern ein Joch für die Bevölkerung. Der Bruder der Krankheit ist die Armut.

Leben mit dem Erreger

Viele Krankheitskeime lassen sich durch Medikamente aus dem Körper wieder verjagen. Mit manchen aber, wie HIV oder Hepatitis-Viren, müssen die Patienten dauerhaft leben.

Angesteckt im Krankenhaus

Krankenhäuser sind nicht nur Orte der Gesundung – sondern auch Quellen der Ansteckung. In deutschen Kliniken infizieren sich jedes Jahr mehrere hunderttausend Patienten.

Neue Mittel für die Therapie

Mikroben sind Überlebenskünstler. Um sie zu bekämpfen, sind immer wieder neue Medikamente nötig.

Ende einer Gefahr

Jahrhundertelang waren die Pocken eine der schlimmsten Plagen. Dank systematischer Impfungen gibt es sie heute nicht mehr. Auch bei einigen anderen Infektionen ist die Ausrottung denkbar.

Was kann ich tun

Mit einfachen hygienischen Regeln lassen sich viele Infektionen im Alltag vermeiden.

Wanderausstellung

In mehr als einem Dutzend Städten im deutschsprachigen Raum in den DACH Ländern wurden grundlegende Fragen beantwortet – etwa nach der Natur der Mikroorganismen und der Funktion der Körper-Flora, nach den ökologischen und sozialen Entstehungsbedingungen von Seuchen, der Bedeutung und den Grenzen der Antibiotikatherapie und den Möglichkeiten der Krankheitsverhütung.

Anschauliche Texte & Bilder geben einen Einblick in das heutige Wissen über Bakterien, Viren und Parasiten und erzählen von den sozialen und kulturellen Auswirkungen historischer Seuchenereignisse wie der Pest im Mittelalter, der Cholera-Epidemie 1892 in Hamburg oder der in den 1980er-Jahren einsetzenden AIDS-Epidemie.

Basel - Universität Basel und dem Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut
Bonn - Bonner Museum Alexander König
Greifswald - Universität Greifswald und dem Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald
Halle - Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
Hamburg - Universität Hamburg (UHH)
Heidelberg - Uniklinik Heidelberg
Innsbruck - Centrum für Chemie und Biomedizin (CCB)
Jena - Friedrich-Schiller-Universität (FSU) & Universitätsklinikum Jena
Lübeck - Universität Lübeck
München - Deutsches Museum auf der Museumsinsel in München
Münster - Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU)
Tübingen - Eberhard Karls Universität (EKU) & Universitätsklinikum Tübingen
Wien - Naturhistorischen Museum Wien (NHM)
Würzburg - Rudolf-Virchow-Zentrum am Uniklinikum Würzburg